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|-- Thema 1: Optimierung durch Micromanagement und Umgang mit Ressourcen (http://civ2liga.de/threadid.php?boardid=61&threadid=1863)


Geschrieben von kotycha am 29.12.2004, 20:43:

Thema 1: Optimierung durch Micromanagement und Umgang mit Ressourcen

Ich nehme an, jeder von uns kennt, wie wichtig Micromanagement ist. In den waretzeiten, während die anderen Spieler ziehen, kann man eine beachtliche Effizienzoptimierung in eigener Produktion, Wirtschaft und Forschung durch Micromanagement erreichen.

Ein einfaches Beispiel ist eine Stadt mit der Produktion von 7, in der man eine cara bauen möchte. Betreibt man kein Micromanagement, so kriegt man die cara nach 8 Runden für den Preis von 8*7=56 Produktionsschilder. Für die cara die in Wahrheit nur 50 Schilder kostet ist 56 eindeutig viel zu hoher Preis. Optimierung durch Micromanagement könnte in solcher Situation folgendermaßen aussehen:

1. 3 Runden cara bauen (das ergibt 3*7=21 Schilder)

2. Produktion auf Diplo umstellen und kaufen. Jetzt hat man 30 Schilder.

3. Produktion auf cara umstellen und zwei Runden bauen. Man bekommt damit 44 Schilder.

4. Einen Arbeiter in der Stadt von z.B. Präriedfeld in die See schicken. Die Produktion in der Stadt sinkt dadurch auf 6 - immer noch genug, um die cara nächster Runde zu bauen. Dafür kriegt man aber mehr Geld bzw. Forschungskolben, je nach dem.


Auf diese Weise kann man sich für jedes Bauvorhaben eine passende Lösung überlegen. Ich nehme an, die meisten kennen das und tun auch so. Dies sollte auch nicht der Schwerpunkt dieses Thema sein, sondern nur eine Anregung.


Vielmehr will ich hier an Beispielen von meinen Spielen zeigen, wie meine sehr fortgeschrittene Kontrahenten sich trotzdem um die Früchte eines geschickten Micromanagements brachten und nicht zuletzt deshalb die Spiele auch verloren haben.

Newbies kennen und machen Micromanagement nicht, erfahrene Spieler können sich durch die "Fehler 2. Ordnung" alle Bemühungen im Micromanagement kaputt machen.


Geschrieben von kotycha am 29.12.2004, 20:49:

 

Möge mir Cobra verzeihen, aber unser letztes Cupspiel ist ein Paradebeispiel für dieses Thema

Wir schreiben das Jahr 700AD.

8 caras (400 Produktionsschilder) befinden sich in "Wartestellung" in Babylon - HS von Cobra


Geschrieben von kotycha am 29.12.2004, 21:07:

 

Im Jahr 1560AD befinden sich schon 11 caras (550 Produktionsschilder!) in der Stadt.

Rechnen wir mal das zusammen: Bei der mittleren Produktion von 90Schilder/Runde machen 550 caras die Produktion von 6(!) Runden. Das ist, als ob Cobra mir 6 Runden Vorsprung gewährt hätte und sein erster Zug erst 3700BC gemacht hätte statt 4000BC! Und so ein Vorsprung würde man mit selbst dem geschicktesten Micromanagement das ganze Spiel lang aufholen müssen.

Natürlich übertreibe ich hier. Nicht nur die Produktion macht den Einkommen aus. Es gibt noch Handelspfeilchen, die Cobra behalten hat. Außerdem war die Situation für Cobra etwas unglücklich: wir beiden haben auf Bach gesetzt und das Rennen um Bach habe ich damals gewonnen, so dass Cobra auf den caras sitzen blieb.

Die Botschaft hier sollte aber sein:

Konservieren Sie nicht unnötig lange viele caras. Gestapelte caras in einer Stadt - ist ein totes Kapital. Wenn man schon Pech im Rennen um ein Wunder gehabt hat und auf caras sitzen blieb, so ist es meistens besser die caras für die Aufnahme neuer Handelsrouten zu benutzen, als sie zu verkonservieren.


Geschrieben von kotycha am 29.12.2004, 23:35:

 

Ein typischer Anfängerfehler ist mir im Micromanagement in diesem Spiel auch unterlaufen:

Das ist prima! 48 von 50 Schilder beim Bau einer cara gesammelt. Die nächste Runde bringt noch 12 schilder- 10 davon werde ich wegschmeissen müssen. Das ist 8% meiner Produktion.

Wie man es besser hätte machen können, kann sich jeder selber überlegen


Geschrieben von kronic am 31.12.2004, 00:48:

 

Nur mal so als Frage: wie stark wirkt sich das denn bei dir auf die Zugzeiten aus?

Ich denke, das eine ganze Reihe von Leuten auch auf extremes Mikromanagement aus Zeitgründen verzichten. Ich jedenfalls. Ich fühl mich dann immer so gehetzt, wenn ich länger brauche und außerdem will ich ja selbst, dass es etwas vorwärts geht....


Geschrieben von AiC am 31.12.2004, 00:56:

 

jo, micromanagment is gut und recht, nur übertreiben braucht man es auch nicht...

ich guck deshalb immer das meine städte 5 produktion haben,
der rest wird in wachstum und handel investiert

hat man kohle werden eben immer die auf die nächste 10er reihe
fehlenden 5 schilde gerusht und jut, vergisst man es mal wieder weil
man mit dieser oder jener gallerie beschäftigt is... was solls

ps.: koty zieh dir mal meinen deutsch-patch


Geschrieben von kotycha am 06.01.2005, 18:16:

 

klar, Mit dem Micromanagement sollte man sich nur in der Zeit beschäftigen, während die anderen am Zug sind. In meinem Zug mache ich äußerst selten micromanagement. Nur in extrem wichtigen Fällen, wahrscheinlich. Und ich würde den anderen auch sehr ans Herzen legen, Micromanagement in eigener Runde nur auf nötigste zu beschränken. Denn die langen Zugzeiten ist eine der Kernprobleme der Civ2-MP, das das Spiel sehr lästig machen kann.

Auf der anderen Seite stellt Micromanagement derart grosses Aufgabengebiet dar, dass man dafür nie genug Zeit bekommen kann. Deshalb finde ich mir immer eine Beschäftigung, während die anderen am Zug sind und bin aus diesem Grunde auch sehr geduldig, wenn meine Spielpartner etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen.

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